Man sagt uns Hunden ja immer nach, dass wir kein richtiges Zeitgefühl haben. Aber das stimmt so nicht. Zumindest nicht ganz. Also wenn meine beiden Menschen ein bisschen komisch und hektisch werden, dann weiß ich: Jetzt dauert es nicht mehr lange, bis etwas passiert. Also nichts Schlimmes, ganz im Gegenteil. Wenn sie Gewand zur Seite legen, die Fototasche ausräumen und wieder einräumen, immer wieder etwas auf einen Zettel schreiben – dann fahren wir bald wieder weg. Und wenn sie dann auch noch die Koffer hervorholen, dann gehts wirklich sehr bald los.

Wenn meine beiden Menschen meinen Koffer packen, dann kann ich das Meer fast schon riechen!
Das einzige, was mir da noch Sorgen macht, ist: Darf ich auch wirklich mitkommen? Früher sind die beiden nämlich öfters ohne mich weggefahren, aber das machen sie eh fast gar nicht mehr. Trotzdem, ganz sicher bin ich erst, wenn sie dann auch die kleine Reisetasche für mich packen – eine Decke, ein paar Spielsachen, einen Ball, Futter und solches Zeugs halt, das ein Hund wie ich dringend braucht.
Dann kann ich mich beruhigt in meinen Korb legen und tief durchatmen: Ich bin wieder dabei!
Ich glaub’, dass ich schon ziemlich viel herumgekommen bin für einen Hund. Wenn du wissen willst, wo ich schon überall war und was ich dort erlebt habe, dann klick dich einfach durch meine Geschichten.

Elsass: Frankreich einmal etwas anders
Strasbourg, Colmar, das ganze Elsass. Seit Jahren sagen wir: Irgendwann fahren wir dorthin – um es ebenso oft bleiben zu lassen. Den entscheidenden Anreiz liefert uns Julien Clerc im Sommer 2025 mit der Ankündigung, wieder einmal auf Tournee durch Frankreich zu gehen – und dabei auch in Strasbourg aufzutreten. Damit ist klar: Diesmal wird’s was mit dem Elsass.

Grado: Nicht immer „Isola del Sole“
Der Winter 2026? Monatelang keine Sonne, eisig kalt und Schnee en masse – einfach deprimierend. Sammy hat kein Problem damit. Er liebt den Schnee, die Temperaturen sind ihm egal. Doch als wir Ende Februar genug vom Winter haben und beschließen, für ein paar Tage ans Meer zu fahren, um die Sonne wiederzuentdecken, signalisiert er uns sofort: „Alles klar, ich bin dabei!“ Also fahren wir nach Grado. Aber die Sonne finden wir auch dort nur selten…

Apulien: Zwischen den zwei Meeren
Sonne und Sand, zwei Meere, Pizza, Pasta, Grappa, Vino. So ungefähr haben wir uns die drei Wochen ganz unten im Salento vorgestellt – am Strand liegen und einmal nicht allzu viel in der Gegend herumfahren. Dass es dann doch ein bisschen anders gekommen ist, daran war nicht allein das Wetter schuld. Denn es gibt viel zu viele Orte, die man im Süden von Apulien einfach sehen muss.

Südengland: Wild, romantisch, mystisch
Landschaften, so schön wie in Rosamunde Pilchers Erzählungen, schroffe Klippen, an denen unzählige Schiffe zerschellt sind, gigantische Kathedralen, rätselhafte Steinformationen und sagenumwobene Herrscher – man braucht Zeit, um Südengland zu beschreiben, und noch viel mehr Zeit, um nur einen kleinen Teil von Südengland zu entdecken. Wir hatten letztlich auch noch weniger Zeit für das Land als geplant. Aber am Ende hat sich auch Sammy mit den Engländern versöhnt.

Bayerischer Wald: Natur bleibt Natur
Zugegeben, der Bayerische Wald stand nicht ganz oben auf der Liste der Destinationen, die wir in absehbarer Zeit ansteuern wollen. Genau genommen war der Bayerische Wald überhaupt kein Thema – bis unsere Söhne uns zu Weihnachten ein paar Nächte in einer besonders hundefreundlichen Pension in der Region schenkten. Am Ende waren wir überrascht. Traumhafte Natur, herrliche Berge, großartiges Bier, freundliche Menschen – und ein Frühstück wie wir es wohl nie wieder bekommen werden.

Normandie: Kühe, Camembert und Krieg
Saftig grüne Wiesen, schwarz-weiß gefleckte und zufriedene Kühe, das tiefblaue Meer am Horizont und irgendwo an den Klippen ein gut gelaunter Bauer mit Camembert und Calvados – das ist Idylle á la Normandie. Die Normandie ist allerdings auch der größte Kriegsschauplatz der Geschichte, mit dem bösen Ende von Jeanne d’Arc untrennbar verbunden und Schauplatz des Beginns einer ganz großen Epoche der Malerei. Wir wollen im Dezember aber auch den kalten Wind an den Stränden spüren – und den alten Renaud live auf der Bühne erleben.

El Norte: Spaniens schönste Seite
Wir nehmen uns Zeit für den Norden Spaniens. Drei Wochen und ein paar Tage wollen wir unterwegs sein, aber wir merken schon beim ersten Blick in die Reiseführer: das wird wohl nicht reichen, um all das zu sehen, was wir so gerne sehen würden. Also streichen wir schweren Herzens schon vorab ein paar Ziele. Macht nichts, die Wochen im Norden zählen auch so zu den beeindruckendsten, die wir bisher erlebt haben.

Maremma: Auf den Spuren der Etrusker
Es ist rund 20 Jahre her, dass wir dem Rummel rund um Silvester zum ersten Mal für ein paar Tage entfliehen – und stattdessen mitten im eisigen Winter am Meer spazieren gehen wollen. Seit ein paar Jahren ist ein Fluchtgrund dazugekommen: Sammys Angst vor den Raketen. Im Naturschutzgebiet der Maremma werden wir alle unsere Ruhe haben, davon sind wir überzeugt. So kann man sich täuschen…

Albanien: Es ist noch nicht zu spät
Wir sind wohl gerade noch rechtzeitig nach Albanien gekommen: Den Reiz sympathischer Rückständigkeit, unberührter Natur und wilder Strände spürt man noch oft, aber nicht mehr überall. Die Baubranche ist dabei, dem Land den ganzen Charme zu stehlen.

Montenegro: Alles außer gewöhnlich
Beim dritten Versuch hat es doch noch geklappt: Wir haben es tatsächlich bis nach Montenegro geschafft, und diesmal kann uns nichts die Laune verderben – kein Stau, kein Virus, kein Zollbeamter, der sich Sammys Dokumente zu Gemüte führen möchte.

Tribunj: Klein, verschlafen, schön
Zumindest im Winter ist Tribunj das, was man sich unter einem Geheimtipp vorstellt: Klein, verschlafen, ruhig, kristallklares Meer, hier und da ein paar Touristen. Ideal für ein paar entspannte Tage rund um Weihnachten und Silvester – und eine perfekte Basis für spannende Touren quer durch Dalmatiens Mitte.

Kalabrien: Ein Fall für die Familie
Kalabrien ist Familiensache. Nein, nicht nur wegen der ‚Ndrangheta. Immer, wenn wir nach Kalabrien fahren, ist zumindest ein Teil der Familie mit dabei – diesmal sind wir für ein paar ebenso traumhafte wie unerwartete Sonnentage sogar vollzählig. Nur von der ‚Ndrangheta merken wir auch beim dritten Urlaub in Kalabrien nichts.

Jütland: Locker wie die Wikinger
Jahrzehntelang stand Skandinavien ganz oben auf unserer Liste der begehrenswertesten Reiseziele. Geschafft haben wir es dorthin nie. Bis jetzt. Etwas mehr als zwei Wochen haben wir Zeit, um Jütland zu entdecken – und herauszufinden, ob Dänemark tatsächlich nicht nur ein schönes Land, sondern auch eine regelrechte „Hundehölle“ ist.

Gargano: Wo Sünden nicht mehr zählen
Der Gargano steckt voller Überraschungen: Bizarre Felsformationen und mystische Wälder, traumhafte Strände und pittoreske Orte – und eine Kirche mitten in einem Berg, in der man seine Sünden zurücklassen kann. Da können wir wohl auch Apulien die alten Sünden vergeben!
